Flugsport unter australischen Bedingungen

VIELBRUNN, Juli 2003. Unter Klimaverhältnissen, wie man sie sonst nur auf dem fünften Kontinent antrifft, konnten die Segelflieger des Flugsportclub Mümlingtal das diesjährige Fliegerlager zum Streckensegelflug und zur Ausbildung von Flugschülern nutzen.

Vom 26.07. bis zum 10.08. wurden 14 Wertungsflüge für die Deutsche Meisterschaft im Streckensegelflug (DMSt) gemeldet und in Summe über 5100 km im Streckensegelflug geflogen. Aufgrund der günstigen Wetterlage waren Flüge mit bis zu 570 KM Länge von Vielbrunn über den Schwarzwald, die Schwäbische Alb und zurück möglich. Dabei wurden Flughöhen von bis zu 3000 Meter über dem Meeresspiegel erreicht, was für die Thermikbedingungen in deutschen Mittelgebirgen außergewöhnlich viel ist.

Doch nicht nur der Leistungssegelflug stand auf dem Programm. Auch die Ausbildung neuer Flugschüler wurde trotz des schweißtreibenden Klimas intensiv betrieben. Zum ersten mal in der Geschichte des Flugsportclub Mümlingtal konnten in dem 14-tägigen Fliegerlager 3 Nachwuchspiloten zur Alleinflugreife ausgebildet werden. In der zweiten Woche des Fliegerlagers starteten Daniel Slangen (15) gefolgt von Saskia Lange (16) und Florian Vogelsang (22) zu ihrem ersten Flug ohne Fluglehrer in den abendlichen Himmel.

Mit Daniel Slangen, dessen Vater Dieter Slangen und Großvater Wolfgang Slangen ebenfalls seit vielen Jahren in Vielbrunn fliegen, bricht nun die dritte Generation von Segelfliegern in den Himmel über dem Odenwald auf. In der nachlassenden Hitze des Abends konnten Leistungsflieger und Flugschüler gleichermaßen Ihre Erfahrungen und Erlebnisse bei geselligem Beisammensein austauschen.


von links: Saskia Lange, Florian Vogelsang, Daniel Slangen

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